Unser Jahresprojekt 2009

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Jedes zweite Jahr empfehlen wir den Mitgliedern und Lesern ein besonderes Missionsprojekt. Diesmal hat die Generalleitung des Ordens uns um Hilfe für ein Projekt in Brasilien gebeten. Am Stadtrand von Contagem, einer Großstadt im Nordosten Brasiliens, haben die Missionare vor ein paar Jahren eine Pfarrei übernommen. Dort möchten sie ein Zentrum für Kinder und Jugendliche errichten.

Ein Haus für Kinder

Sie treiben sich die meiste Zeit auf der Straße herum, die Kinder und Jugendlichen von Parque Sâo Joâo y Perobas, am Stadtrand von Contagem, einer Stadt im Nordosten Brasiliens. Was bleibt ihnen anderes übrig, sind sie doch tagsüber sich selbst überlassen.
Ihre Eltern müssen arbeiten, gehen morgens aus dem Haus und kommen erst spätabends zurück.
25.000 Einwohner hat das Viertel, die meisten von ihnen sind einfache Arbeiter, die die Suche nach Arbeit nach hier verschlagen hat. Hier am Stadtrand von Contagem haben sie ein Stück Land besetzt und ein Hütte darauf gestellt, zusammengeschustert aus Holzkisten und Gummi, das sie irgendwo gefunden haben. Hauptsache, ein Dach über dem Kopf. So entsteht ein Slum.

Drogen and Kinderprostitution
Tagsüber auf der Straße – wo sollten sie auch sonst hin – geraten die Kinder schnell in schmutzige Geschäfte: Drogenhandel und Kinderprostitution sind an der Tagesordnung. Oft genug müssen sie mit ansehen, wie einer umgebracht wird. Immer wieder geraten sic in Bandenkriege. Die meisten gewaltsamen Tode in diesem Viertel treffen Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren.

Montfortaner vor Ort
Seit 2001 arbeiten die Montfort-Missionare in diesem Viertel und haben die einzige Pfarrgemeinde für die 25.000 Leute aufgebaut. Auch Montfort-Schwestern sind da und kümmern sich zusammen mit Schwestern vom "Hl. Josef des Arbeiters" um die Menschen, die hier leben. Ganz besonders liegen ihnen die Kinder und Jugendlichen am Herzen. Ihre Lebensbedingungen und ihre Zukunftschancen zu verbessern, das ist ihr Anliegen.
Sie haben ein ganzes Programm organisiert mit Angeboten für junge Leute: nicht nur schulische Dinge, auch Nähkurse, Musik und Tanz, Theatergruppen, Vorträge zu aktuellen Themen, Filme, aber auch Besuche in Drogenkliniken und Entzugsanstalten. Aber oft genug scheitert es daran, dass keine entsprechenden Räumlichkeiten zur Verfügung stehen. Wenn der Saal bei der Kirche frei ist, kann er genutzt werden, genauso ist es mit einen anderen Raum, den die Zivilgemeinde ab und zu zur Verfügung stellt. Die Schule, die eine Zeit
lang am Wochenende genutzt werden konnte, steht nicht mehr zur Verfügung, weil die Direktorin sich vor Unruhe und Gewalttätigkeiten fürchtet.

Ein eigenes Haus
Die Patres und Schwestern wünschen sich seit langem ein Haus, um noch mehr für die Kinder und Jugendlichen tun zu können und ihre Arbeit wirkungsvoller zu gestalten. Ein solches Zentrum böte die Möglichkeit, jeden Tag Angebote zu machen, noch mehr Gruppen aufzubauen, Freizeitaktivitäten anzubieten. Und auch für die Eltern könnten Angebote gemacht werden.
Ein Grundstück ist schon vorhanden; die von den Montfortanern geleitete Pfarrgemeinde hat es zur Verfügung gestellt. Die Gemeindemitglieder tun, was in ihren Kräften steht, um die Mittel für den Bau des Zentrums zu beschaffen. Aber woher sollen sie es nehmen, wenn sie selbst kaum genug zum Leben haben.
Können wir helfen? Ein Sack Zement, ein paar Ziegel, Wellblech … ein Stuhl oder ein Schreibtisch … das sollte uns nicht weh tun.






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