Gute Nachrichten aus Malawi und aus Uganda

Ende der Hungersnot

Gute Nachricht aus Malawi …

Dank der großherzigen Hilfe vieler Spender konnten wir Anfang dieses Jahres noch einmal 14.000 € nach Malawi überweisen, das von einer schweren Hungersnot heimgesucht wurde. Die Montfort-Missionare in Malawi haben mit diesem Geld gute Arbeit geleistet und immer wieder Mais und Maismehl an die Bedürftigen in ihren Gemeinden verteilt. Die diesjährige Ernte im April ist glücklicherweise gut ausgefallen, da es reichlich geregnet hat. Die Monate der Not vor der Ernte waren für die Menschen in Malawi wie ein böser Traum. Alle hoffen inständig, dass sie sich nicht wiederholen.

… und aus Uganda

Dort haben die Montfort-Missionare ein Ausbildungszentrum für behinderte Jugendliche aufgebaut. Es liegt im Erzbistum Mbarara im Südwesten Ugandas. Dort leben arme Bauern, die hauptsächlich für den eigenen Bedarf anbauen. Die Familien haben oft sechs und mehr Kinder. Sie können aber häufig nicht für deren Schulbildung sorgen.
Grundsätzlich besteht in Uganda Schulpflicht für alle Kinder unter 15 Jahren. Vor einigen Jahren wurde sogar das Schulgeld für die Grundschule abgeschafft. Viele Familien können aber trotzdem die Kosten für Schulkleidung, Hefte und Stifte nicht aufbringen. Kinder aus armen Familien können auch deshalb nicht regelmäßig zur Schule gehen, weil sie zum Lebensunterhalt beitragen oder auf jüngere Geschwister aufpassen müssen.
Besonders benachteiligt sind behinderte Kinder. Sie werden von der Gesellschaft vernachlässigt und oft von der eigenen Familie abgelehnt. Behinderte Kinder haben wenig Hoffnung.
Meine Mitbrüder haben deshalb das Ausbildungszentrum „Wisdom Artisan Centre" gegründet. Freunde und Förderer halfen dabei. Die einen stellten ein Gebäude zur Verfügung, andere zwei gebrauchte Computer, wieder andere schenkten Nähmaschinen, Rollstühle, Schusterwerkzeuge und dann noch ein Stückchen Land für den Gemüsegarten.
15 Mädchen und Jungen mit körperlichen Behinderungen lernen im Zentrum derzeit ein Handwerk. Nähen, Stricken, Schuhmacherei und Schuhreparatur, Gartenbau und Grundkenntnisse im Umgang mit Computern sind die Fertigkeiten, die vermittelt werden. Von acht Mitarbeitern arbeiten vier ehrenamtlich.
Die jetzigen Räume reichen für 15 Auszubildende. Jetzt soll ein Werkstatt- und Unterrichtsgebäude gebaut werden. So soll einer wachsenden Zahl von behinderten Jugendlichen ein besseres Leben in wirtschaftlicher Unabhängigkeit ermöglicht werden. Das gute Beispiel wird der Gesellschaft helfen, die Würde und Rechte behinderter Menschen zu erkennen und zu wahren.



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